(Rakhymzhan Otarbayev) Reise nach Berlin, 05.04.2017

Zuerst möchte ich mich bei den Organisatoren, nämlich dem Goethe-Institut in Almaty für diese literarische Reise bedanken.

Das war eine wertvolle Reise, die mein Interesse zur deutschen Literatur erweckte.
Ich bin am 01.03.2017 aus Astana nach Berlin geflogen und im Zimmer Nr.6 im Literaturhaus/LCB auf der Sandwerder-Straße 5 untergekommen.

02.03.
Zwischen 10:30-12:30 Uhr machten wir einen Spaziergang durch die Berliner Straßen, wo bekannte deutsche Autoren und Schriftsteller wohnten und arbeiteten.
Um 16:00 Uhr waren wir beim «Suhrkamp Verlag». Dort wurde uns ganz ausführlich präsentiert, wie die Bücher herausgegeben werden, wie sich die Arbeit mit den mit den Autoren gestaltet und der Vertrieb der der Buchproduktion abläuft.
04.03. Am 4. März war ich in München und besichtigte historische Denkmäler und Kunst-Museen.

6.03.
An diesem Tag hatten wir einen literarischen Stadtrundgang mit Herrn Michael Bienert zu „Kästners Berlin“. Der Stadtführer erzählte uns viele interessante Geschichten über Erich Kästner, der in der Sowjetzeit auch bei uns bekannt war. Michael Bienert zeigte uns sein Wohnhaus in Berlin, sein Arbeitszimmer und erzählte uns über seine Familie. Wir haben über die Werke von Kästner diskutiert, die auch heutzutage den modernen Leser ansprechen. Dies war eine sehr gute Vermittlung der deutschen Literatur und des Landes überhaupt.

7.03. Besuch des Hauses der Poesie und der die ehemaligen Literaturwerkstatt.
Bei diesem Treffen waren der usbekische Dichter und Lyriker Abdulla Sher und die Autoren aus dem Iran. Es gab einen regen Austausch über die Literatur und Kultur, über moderne Gesittung und Literaturübersetzungen.

Es war für uns als Aufbau der geistigen Verknüpfung und dessen Verstärkung.

08.03. Besuch des Verlages Lettre International.
Sein Geschäftsführer Frank Berberich erzählte uns über die unabhängige und kosmopolitisch orientierte Kulturzeitschrift, die sich ausschließlich aus dem Verkauf der Hefte und Anzeigeneinnahmen finanziert. Wir dürften neue Ausgaben der Zeitschrift mit faszinierenden Artikeln und aufregenden Bildern mit großem Interesse durchblättern. Selbstverständlich haben wir über die Auswahl der mutigen Themen gesprochen, die zur gegenwärtigen Zeit sehr kritisch sind.

Dies wäre eine Vision/Vorbild für uns, die wir übernehmen könnten. Als Verleger träumte ich von einer Zeitschrift, die man auch in Kasachstan herausgeben könnte. Es war ein sehr interessantes und wichtiges Treffen.

Am 10.03. haben wir das Literaturhaus in der Fasanenstraße besucht. Der Vertreter des Hauses Herr Lutz Dittrich hat uns das Literaturhaus vorgestellt.

Am 11.03. kam der bekannte deutsche Autor Gert Heidenreich ins LCB in Berlin, um mich zu treffen!

Wir sprachen über die Literatur, literarische Schicksale und über die Zukunft der neuen Generation.

Gert Heidenreich hatte die deutschen Manuskripte meiner Erzählungen früher gelesen. Beim Treffen hat seine aufrichtige Meinungen zu dieser geäußert.

Herr Heidenreich erklärte sich bereit für Vorwort für die Übersetzungen meines Romans und meiner Erzählungssammlung zu schreiben.

Also, diese Reise hat auch dazu beigetragen. Ein guter Ertrag.

An diesem Tag haben wir im Theater Berliner Ensemble eine Vorführung von Peter Handke gesehen. Das Stück hieß DIE UNSCHULDIGEN, ICH UND DIE UNBEKANNTE AM RAND DER LANDSTRASSE. Es dauerte drei Stunden. Ein zeitloses Thema, ein Meisterstück, in welchem sich Traum und Schicksal des Helden verbinden.

13.03.
Am 13.03. hat uns Herr Bienert ein weiteres Mal durch die historischen Orte der Stadt geführt. Wir haben viel über Friedrich des Großen gehört sowie über Vertreter des Berliner literarischen Aufklärung. Zu dem besichtigten wir viele alte Bauten wie beispielsweise das Haus von G.E. Lessing.

So eine Stadt wie diese habe ich noch nicht gesehen, die ihre eigene Geschichte und alten Gebäude sehr schätzt.

Außerhalb des Programms haben wir auch andere Städte besucht. Zum Beispiel in Potsdam haben wir das spektakuläre Schloss Sanssouci besichtigt, das die Sommerresidenz des Preußenkönigs Friedrich dem Großen war. Bestimmt gibt es wenig solch eine prachtvolle Schlösser auf der Welt. Dies alles wurde bis heute sehr gut aufbewahrt. Das Verhalten der Deutschen zu eigener Geschichte und Kunst verdient tiefen und großen Respekt.

Unsere Reise brachte uns auch nach Weimar. Dort besuchten wir das Wohnhaus von Goethe, in dem er seine Werke schrieb und sogar eigenen Garten mit verschiedenen Blumen und Pflanzenarten besaß, die er selbst aus der ganzen Welt sammelte. Haben auch sein Sommerhaus besucht. Die großen Persönlichkeiten hinterlassen ein großes Erbe. Wir waren glücklich und aufgeregt.

Wir unterhielten uns vor dem berühmten Goethe und Schiller Denkmal und fühlten uns, als ob wir den Geist der vergangenen Zeiten fühlen konnten. Eine unvergessliche Reise!

Ich möchte dem Goethe-Institut, das die deutsche Kultur weltweit verbreitet, für diesen schönen Austausch meinen großen Dank aussprechen! Mein besonderer Dank geht an Frau Barbara von Münchhausen und Scholpan Kysaibaewa, sowie an alle anderen Goethe-Kollegen, die diese Reise liebevoll und mit großem Fleiß organisiert haben.

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